Hirschkalb vor Ertrinken gerettet!

  • Mitarbeitende des Wildgeheges Klövensteen ziehen das Jungtier mit der Flasche auf
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Kim Krecklow vom Wildgehege Klövensteen bei der Fütterung des namenlosen Hirschjungen Kim Krecklow vom Wildgehege Klövensteen bei der Fütterung des namenlosen Hirschjungen Foto: PR/Bezirksamt Altona
Rissen/Blankenese (16. Juli 2021, PM) · Am vergangenen Wochenende drohte ein wenige Tage altes Hirschkalb im Hirschpark Blankenese im Morast zu ertrinken. Durch das beherzte Eingreifen der Freiwilligen Feuerwehr Nienstedten konnte das Jungtier gerettet werden. Der kleine Hirschjunge wird nun rund um die Uhr von Mitarbeitenden des Wildgeheges Klövensteen umsorgt und mit der Flasche aufgezogen.
In der Nacht zum Montag hatten Bürger*innen den Unfall im Hirschpark Blankenese bemerkt und gemeldet. Vermutlich waren die Tiere im Hirschgehege durch eine nächtliche Ruhestörung durch Feiernde in Panik geraten und fluchtartig durch das Gehege gerannt – die Wasserfläche meiden die Hirsche im Normalfall. Dabei war das Hirschkalb wohl im Morast stecken geblieben. Da die Freiwillige Feuerwehr Nienstedten zeitnah informiert worden war, konnte sie gerade noch rechtzeitig mit der Rettung des Tieres beginnen.

Mithilfe von Steckleitern kletterten zwei Feuerwehrleute kurzerhand über den Zaun in das Gehege. Mit einem Überlebensanzug ausgerüstet gelang es einem Feuerwehrmitglied, durch das Wasser zu waten und das Jungtier vor dem Ertrinken zu retten. Der erst wenige Tage alte Hirsch war stark durchnässt, unterkühlt und zu schwach, um sich selbst auf den kleinen Beinen zu halten. Da das Hirschkalb dringend eine intensive Betreuung benötigte, wurde es noch in der Nacht durch die Polizei an das Wildgehege Klövensteen übergeben. Dort wurde das Jungtier gründlich untersucht, getrocknet, gewärmt und sicher untergebracht.

Da Hirschkühe extrem empfindlich auf Störungen und fremde Gerüche reagieren, war es im Nachgang leider nicht möglich, den kleinen Hirsch zurück zu seiner Mutter zu bringen. Sie würde das Jungtier nicht wieder annehmen. Und so versuchen nun die Mitarbeitenden des Wildgeheges, das Tier mit der Flasche aufzuziehen. Wie jedes andere Baby fordert das Kalb seine (Ersatz-)Eltern rund um die Uhr: Da auch nachts alle zwei Stunden die Flasche gegeben werden muss, darf der kleine Hirsch die Mitarbeitenden nach Hause begleiten, wenn im Wildgehege der Feierabend eingeläutet wird.

Das beherzte Eingreifen der Feuerwehr hat dem Jungtier somit zunächst das Leben gerettet – nun muss jedoch abgewartet werden, ob die Bemühungen erfolgreich sind und sich der kleine Hirsch nachhaltig erholt. Einen Namen hat der Bock übrigens noch nicht – den bekommen kranke oder gerettete Tierkinder im Wildgehege traditionell erst dann, wenn sie „über den Berg“ sind. Wenn das klappt, wird der junge Hirsch bald auch für die Besucher*innen des Wildgeheges zu beobachten sein.
Letzte Änderung am Freitag, 16 Juli 2021 09:55

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