Klövensteen auf – Wildge­hege zu. Wenig Verständnis bei Förderverein – und den Abgeordneten der SPD

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Das Wildgehge bleibt bis auf Weiteres für den Publikumsverkehr geschlossen Das Wildgehge bleibt bis auf Weiteres für den Publikumsverkehr geschlossen Foto: Markus Krohn
Rissen/Altona (11. Mai 2021, Markus Krohn · Mit großem Bedauern hat der Förderverein Klövensteen e.V. die Pressemitteilung des Bezirksamtes Altona vom 26. April 2021 zur Kenntnis genommen. Seit November 2020 ist das Wildgehege nun für die Besucherinnen und Besucher geschlossen, die Nachricht, dass Zoos wieder unter Auflagen öffnen dürfen, hatte den Förderverein hoffnungsvoll gestimmt. Dass nun dennoch auf eine Öffnung aufgrund mangelnder Kapazität verzichtet wird, hat daher die Mitglieder sehr überrascht.
Wir hätten uns gewünscht, dass hier Möglichkeiten zur Öffnung gefunden worden wären, damit die Besucherinnen und Besucher endlich wieder im Wildgehege spazieren können. Besonders für Familien mit Kindern ist das Wildgehege Klövensteen ein schöner Ort, um während der Zeit der geschlossenen Schulen und Kitas mehr über Tiere und Natur zu erfahren“, sagte Jens Sturzenbecher, stellvertretender Vorsitzender des Fördervereins Klövensteen e.V.  Auch der Vorsitzende Hans-Dieter Witt wünscht sich, dass das Wildgehege schnellstmöglich allen Bürgerinnen und Bürgern wieder zugänglich gemacht wird. „Anmeldungs- und Buchungssysteme werden an vielen Orten mittlerweile eingesetzt. Dort gibt es vielleicht Möglichkeiten zur Zusammenarbeit.“
Auch in den Sozialen Netzwerken wurde über das Thema heiß diskutiert. Eine Lösung ist indes nicht in Sicht. Der Aufwand für ein Einlassmanagement ist allerdings hoch, wie man am Beispiel des Botanischen Gartens in Klein Flottbek sehen kann. Dort ist neben der Kontaktregistrierung auch die Vorlage eines aktuellen negativen Testergebnisses sowie das Tragen einer Maske Voraussetzung für einen Besuch.
Morgen will die SPD Bezirksfraktion mit einem Antrag an den Hauptausschuss der Bezirksversammlung erreichen, dass das Bezirksamt hier schnellstmöglich ein Hygienekonzept erarbeitet. Dazu sagte Andreas Bernau, Sprecher der SPD-Fraktion im Ausschuss für Grün, Naturschutz und Sport: „Das Wildgehege Klövensteen ist ein wunderschöner Ort für Familien, um die Natur genießen und mehr über Tiere erfahren zu können. Gerade für Familien mit niedrigem Einkommen muss der Bezirk während der Corona-Epidemie Angebote in der freien Natur schaffen. Es kann nicht sein, dass sich das Bezirksamt hier querstellt und auf mangelnde Kapazitäten verweist. Wenn Gelder dafür da sind, zusätzliche Stellen für die Verkehrsberuhigung in Ottensen zu schaffen, dann müssen auch für das Wildgehege Klövensteen Kapazitäten da sein. Das ist auch eine Frage der sozialen Gerechtigkeit.
Aus Sicht der SPD ist eine Corona-gerechte Öffnung des Wildgeheges ohne große Probleme möglich und hätte bereits längst erfolgen können.  „Zur Wiedereröffnung des Wildgeheges Klövensteen muss das Bezirksamt das Rad nicht neu erfinden: Einbahnstraßenregelungen, beschränkte Öffnungszeiten, die Einführung eines Online-Buchungssystems und der Verzicht auf Fütterungen sind vielerorts bereits erfolgreich praktizierte Maßnahmen, um Zoos und Wildgehege verantwortungsvoll wieder zu eröffnen“, so Bernau.

Auch Philine Sturzenbecher, SPD-Wahlkreisabgeordnete im Hamburger Westen und Mitglied der Hamburgischen Bürgerschaft, fordert die Öffnung des Wildgeheges. Sie sagte:„Gerade in der jetzigen Phase der Pandemie brauchen wir jede Möglichkeit für die Freizeitgestaltung im Freien. Mit den Corona-Maßnahmen verlangen wir unseren Mitmenschen eine Menge ab. Dafür brauchen sie einen Ausgleich. In Senat und Bürgerschaft haben wir deshalb dafür gesorgt, dass Botanische Gärten und Zoos wieder öffnen dürfen. Die Universität hat in kürzester Zeit den Loki-Schmidt-Garten mit einem hervorragenden Corona-Konzept geöffnet. Warum es dem Bezirksamt Altona noch immer nicht gelungen ist, ein tragfähiges Hygienekonzept für einen Besuch im Wildgehege Klövensteen vorzulegen, ist mir schlicht ein Rätsel.

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