Gibt es eine Zukunft fürs Wildgehege?

  • Gutachten soll Wege zur Sanierung und optimale Haltung von Wild aufzeigen
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Im Oktober nahm das Wildgehege ein im menschlichen Umfeld aufgezogenes Rehkiz auf, das zuvor bei einem Tierarzt im Garten gelebt hatte. Im Oktober nahm das Wildgehege ein im menschlichen Umfeld aufgezogenes Rehkiz auf, das zuvor bei einem Tierarzt im Garten gelebt hatte. Foto: Anett B./pixelio.de
Rissen (29. Januar 2021, Markus Krohn) · Die Gute Nachricht ist: Der Auftrag für ein Gutachten ist erteilt! Die Aufgabe des Gutachters ist allerdings kaum lösbar: Neben der Finan­zierung einer umfänglichen Sanierung des Wildgeheges soll das Gutachten auch aufzeigen, wie die Tiere dort künftig im Sinne vieler Natur- und Tier­schützer besser gehalten werden können – und das bei weiterhin freiem Zutritt für Be­sucher und Besucherinnen.
Zweieinhalb Jahre ist es nun her, dass die Bezirks­versamm­lung Altona beschlossen hat, ein eigenes Konzept für den Erhalt des Wildgeheges Rissen zu erarbeiten. Im Januar hat nun nach Informationen der DorfStadt-Redaktion eine Gut­achterin aus Österreich die Arbeit aufgenommen, um zu klären, wie künftig mit dem Wildgehege umgegangen werden soll.
Das Wildgehege ist derzeit coronabedingt für Besucher gesperrt. Aber schon vorher war deutlich zu sehen, dass die Gehege und Volieren in dem Wildpark marode sind. Die Waschbären wohnen seit über eineinhalb Jahren in einer Not­unterkunft, weil das ursprüngliche Gehege nicht mehr ausbruchsicher war. Auch die Uhu-Voliere ist in die Jahre gekommen. Kein Wunder: nach 20 Jahren müsste sie saniert oder gar neu gebaut werden.
Der Bezirk verfügt aber über keinerlei Mittel, um in das Wildgehege zu investieren. Da­her hatten in der Vergangenheit immer wieder private Spender und der Förderverein Klöven­steen e.V. Geld für einzelne Projekte zur Verfügung gestellt. Der Betrieb des Wildparks wird vom Bezirk Altona finanziert, der Eintritt ist frei.
Die Bezirkspolitiker aller Frak­tionen sind sich einig, dass das Wildgehege in seiner jetzigen Form erhalten bleiben soll. Als erste Maßnahme wurden die schnelle Sanierung der Infra­struk­tur und die Verbesserung der Tierhaltung in den Volieren gefordert. Dazu hat die Bezirks­versammlung am 28.03.2019 die Drucksache 20-5748 „Selbst ist der Bezirk – schnelle Repa­raturen im Wildgehege Klöven­steen“ beschlossen. Tat­säch­lich werden jetzt kleinere Maß­nahmen umgesetzt. Aller­dings können mit den vorhandenen Mitteln keine neuen Volieren oder Gehege gebaut werden.
Die langfristige Entwicklungs­planung für das nächste Jahr­zehnt sollte vordringlich zum Ziel haben, das Gehege finanziell nachhaltig zu betreiben, Natur und Tiere zu respektieren und den einmaligen Charakter und ökologischen Wert des Naturraums Klövensteen zu wahren. Der laufende Betrieb sollte unabhängig von Ver­käu­fern, Vermietungen und Ver­anstaltungen möglich gemacht werden, ohne für den Bezirk Altona zur Belastung zu werden.
Wie das gelingen soll, klärt jetzt eine erfahrene Gutach­terin aus Österreich. Sie war die einzige, die überhaupt auf die eu­ropaweite Ausschreibung rea­gierte. Spätestens im Sep­tember 2021 sollen dann endlich die Ergebnisse öffentlich präsentiert werden – in der Hoff­nung, dass durch die Vor­schläge der Gutachterin diesmal alle Interessen befriedigt werden können. Ein erstes Gutachten, der so genannte „Masterplan“, wurde von Kriti­kern und Politikern heftig kritisiert.
Mit dem neuen Gutachten soll das Verfahren zurück gesetzt werden, um dem Kleinod im Klövensteen eine gute Zukunft zu ermöglichen. Entscheidend wird aber die Finanzierung der nötigen Investitionen und der Betrieb unter zukunftsweisenden Haltungsbedingungen sein. Für die nächsten beiden Haus­haltsjahre wurden jedenfalls keine städtischen Mittel für das Wildgehege eingeplant. Bleibt die Frage, woher die Mittel dann kommen sollen.

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