Rissen – wo Dein Herz ist

  • Kaufleute starten Tombola zur Kundenbindung
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„Kauf in Rissen“, lautet der Slogan, den Rissener Kaufleute, Dienstleister und Gastronomen entwickelt haben. „Kauf in Rissen“, lautet der Slogan, den Rissener Kaufleute, Dienstleister und Gastronomen entwickelt haben. Foto: Bastian Fröhlig
Rissen (4. September 2020, Bastian Fröhlig) Lokal und regional Einkaufen – während der Corona-Krise wurde es zum Trend. Doch mittlerweile flacht die Kurve ab. Der Handelsverband Nord rechnet damit, dass jedes dritte Non-Food-Geschäft in Hamburg und Schleswig-Holstein vor dem Aus steht. „Es ist eine Mischung aus akuter Situation durch Corona, bei der man gucken muss, das alle da durchkommen und aus der Krise rauskommen, und alten Herausforderungen, die es für den Einzelhandel ohnehin gab“, sagt Stefan Kreutz von der HafenCity Universität Hamburg, der das Projekt Transformation urbaner Zentren (TransZ) in Rissen leitet. Die Rissener Kaufleute wollen dem Negativtrend entgegenwirken und für sich werben.
„5 gute Gründe, lokal zu kaufen“, haben sie auf einem Flyer zusammengefasst. Der erste ist auch gleich der Slogan der Kampagne: „Kauf da, wo Dein Herz ist – kauf in Rissen“. Die Kaufleute setzen auf einen „Stadtteil mit Zukunft“.

Die Kunden sind immer noch zurückhaltend“, beschreibt Stefan Moog, Vorsitzender der Gemeinschaft Rissener Kaufleute und Geschäftsführer der Alten Apotheke, die Situation in der Einkaufsstraße. Zu wenig Kundenverkehr für viele Unternehmen, die sich nicht nur gegen die Konkurrenz aus dem Internet, sondern nun auch gegen die Corona-Folgen behaupten müssen. „Wenn die Rissenerinnen und Rissener ihr Zentrum retten oder erhalten wollen, müssen sie es auch nutzen und wiederkommen“, wirbt Kreutz für den Einkauf im Stadtteil. „Wenn die Rissener wollen, dass ihre Einkaufsstraße erhalten bleibt, muss jeder bereit sein, etwas dafür zu tun“, sagt auch Anke von Heintze, Inhaberin von Honeyfarm Living Kitchen. „Wir sind dörflich. Die Rissener, die etas für die Geschäfte tun, sollen auch etwas zurückerhalten. Daher haben wir unsere Tombola ins Leben gerufen. Das Motto lautet: Alle für Einen und Einer für Alle.

Die Gewerbetreibenden wollen aber nicht nur reden, sondern aktiv zum Einkauf animieren. Mehr als 20 Unternehmen beteiligen sich an der Kauf-Lokal-Tombola. Ab Montag gibt es in den teilnehmenden Geschäften ab 15 Euro Einkaufswert ein Los, um an der Tombola teilzunehmen. Hauptpreis ist eine Kette mit goldenem Herz von der Goldschmiede Herrmann Laatzen. Honeyfarm lädt zu einem Alpaka-Spaziergang ein. Darüber hinaus gibt es Einkaufsgutscheine oder die Einladung zu einem Essen von zwei Personen – alles natürlich in und aus Rissen. Die Auslosung findet – unter Einhaltung der dann gültigen Hygiene- und Abstandsregeln – am Sonnabend, dem 26. September, auf dem Rissener Marktplatz statt. Los geht es um 12 Uhr. Jeder, der ein Los besitzt und vor Ort ist, kann dieses in die Trommel werfen. Die von den lokalen Unternehmen gespendeten Preise werden unter den Anwesenden ausgelost. „Die Gutscheine können nur an jemanden weitergegeben werden, der vor Ort ist“, sagt Moog.

Die Lose für die Kauf-Lokal-Tombola gibt es in folgenden Geschäften in der Rissener Einkaufsstraße: Alte Apotheke, Wedeler Landstraße 23, Anna K., Wedeler Landstraße 43, Blomendeel, Wedeler Landstraße 29, Bradtmüllers kleiner Laden, Wedeler Landstraße 17, Buchhaus Steyer, Wedeler Landstraße 14, Eiskalte Schnauze, Wedeler Landstraße 34, Fattoria, Wedeler Landstraße 14, Grünoase, Wedeler Landstraße 53a, La Beauté, Wedeler Landstraße 49, Honeyfarm, Wedeler Landstraße 38, Herrmann Laatzen, Wedeler Landstraße44, Meisterschnitte, Wedeler Landstraße 29, Mott Optik, Wedeler Landstaße 24, nordisch nobel Friseure, Wedeler Landstraße 36, Schön+jut, Wedeler Landstraße 24, Schuhhaus Holsten, Wedeler Landstraße 24, Schwalben Apotheke, Wedeler Landstraße 44, Topf und Deckel, Wedeler Landstraße 26, Weinhaus Meyer, Wedeler Landstraße 28 und Zauberreich, Wedeler Landstraße 49.

Federführend für die Umsetzung war die Gemeinschaft Rissener Kaufleute, aber auch Gewerbetreibende, die nicht zu dem Zusammenschluss gehören, konnten teilnehmen. Unterstützt wurde die Vorbereitung der Aktion durch das Projekt TransZ der HafenCity Universität HCU und das Stadtteilmanagement Rissen. Die Durchführung wird gefördert mit Mitteln des Bezirksamtes Altona aus dem Verfügungsfonds der Rissener Runde.
Letzte Änderung am Freitag, 04 September 2020 08:15
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