»Elphi« – Spiel mit der Elbphilharmonie!

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Peter Lemcke präsentiert sein Elphi-Spiel Peter Lemcke präsentiert sein Elphi-Spiel Foto: Markus Krohn

Blankenese (12. Januar 2017· Markus Krohn) · Der Blankeneser Regisseur und Spielesammler Peter Lemcke hat gemeinsam mit Co-Autor Joachim Francke ein Plan- und Bauspiel entwickelt, das Spiel und sehr aktuelle Realität mischt. Die Spieler gewinnen Bausteine, mit denen sie die Elbphilharmonie bauen. Wer zum Schluss am meisten Farbe zeigt, ist Sieger. „Eine glückliche Hand, Diskussionen und eigene Lösungen ergeben den Spielreiz“, versprechen die Spieleerfinder. Karten liefern die Information, die Einschätzung der Mitspieler sorgt für den Spielerfolg. Drei bis vier Spieler und bis zu 90 Minuten Zeit sind für die kurzweilige Unterhaltung notwendig. Sonderkarten sorgen für Überraschungen – so kann das Spiel sehr plötzlich enden, wenn Z.B. die „Terrorkarte“ aufgedeckt wird und kein Spieler eine Abwehrkarte zieht...

Die Spielkarten beziehen sich auf Ereignisse der Projektentwicklung und der Baugeschichte. Die Spieler versetzen sich bei jeder Karte, die vorgelesen wird, in die Rolle des betreffendes Akteurs (Die Rollen „Bauherrr“, „Architekt“, „Baufirma“, „Öffentlichkeit“ werden auf die vier Mitspieler verteilt) und setzen entsprechend Steine auf ein oder zwei Bewertungsfelder mit Plus- und Minus-Feldern oder Null. Wenn richtig geschätzt wurde, dürfen diese gesetzten Steine sofort verbaut werden.

Spiele sind ein Spiegelbild unserer Gesellschaft. Im Spiel sind Jung und Alt, Krank und Gesund, Arm und Reich gefordert, selbst Entscheidungen zu treffen – das ist angesichts des Mediendrucks, Werbung und Konsumzwang der wichtigste Beitrag von Spielen in unserem Leben. Wenn wir im Spiel so tun „als ob“, so ist das nicht das Gleiche, als wenn wir es tun – aber es erweckt in uns den Optimismus, dass wir tatsächlich das tun könnten, was wir in der Welt der Spiele geübt haben. Peter Lemcke und Joachim Francke haben sich mit der aktuellen Frage beschäftigt, warum Fehlentscheidungen rund um den Bau der Elbphilharmonie keine Konsequenzen für die an den Entscheidungen beteiligten Politiker bzw. politischen Beamten haben wird.

Peter Lemcke ist in der Branche kein Unbekannter. Neu ist, dass er ein Spiel für den freien Markt entwickelt hat, bisher kommen aus seiner Kreativwerkstatt lediglich Spiele, die er für Institutionen oder Firmen entwickelt hat. Lemcke ist ein großer Experte für Spiele und sicher der größte Spielesammler der Welt. 1986 gründete der Theater- und Filmregisseur, ZEIT-Autor und Berater das erste Spielemuseum der Welt. Sieben Jahre lang hatte das Museum seinen Sitz in Hamburg, zuletzt im Altonaer Museum. 1994 zog das Museum in den ersten Museumsneubau in den neuen Ländern in Chemnitz, das von einem privaten Investor ermöglicht wurde. Angefangen hatte Lemckes Spielsammelleidenschaft in seiner Jugend: „Viele meiner Freunde spielten damals Roulette und andere Kartenspiele. Irgendwie war mir das zu langweilig und ich brachte von meinen Reisen einfach Spiele mit, die wir dann ausprobierten.“ Das kam gut an und die Sammlung wurde immer größer. Das Museum verfügt heute über mehrere zehntausend Exponate. Und auch wenn Peter Lemcke längst nicht mehr Vorsitzender des Trägervereins in Chemnitz ist, seine Spiel-Sammelleidenschaft hat er nicht ablegen können. Wer ihn in seiner Wohnung mit Elbblick besucht, bekommt einen Eindruck davon: Überall stapeln sich Spieleboxen, teilweise noch eingeschweißt. Einige der ältesten Flipper stehen hier – natürlich funktionsfähig. Und an den Wänden präsentiert er seinen Besuchern das älteste Automobilrennspiel, Biedermeierspiele oder Spiele der Jahrhundertwende. Und natürlich kennt Lemcke auch die aktuellen elektronischen Spiele. Auch sie seien Teil von Assoziationen und somit Teil der gesellschaftlichen Entwicklung.

Bezugsquellen:
Buchhandlung Kortes Elbchaussee 577, Blankenese
Altonaer Museum, Museumstraße 23, Altona
Thalia im ELBE Einkaufszentrum, Osdorf
Buchhandlung Kötz & Buchenau, Wedeler Landstr. 53c (in den Pavillons), Rissen
Heymann Bücher, Erik-Blumenfeld-Platz 27, Blankenese
Heymann Bücher, Stadtzentrum Schenefeld, Schenefeld

Letzte Änderung am Donnerstag, 12 Januar 2017 18:02

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