Schlachterei Günter Feddern

  • Herkunft und Qualität: Ein Familienbetrieb mit Haltung
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Inhaber Jan, Mutter Christina, Vater Günter und Brian Feddern vor ihrem Verkaufswagen Inhaber Jan, Mutter Christina, Vater Günter und Brian Feddern vor ihrem Verkaufswagen Foto: Krohn
Blankenese (22. Februar 2021, Markus Krohn) · Einkaufen auf dem Wo­chenmarkt macht Spaß. Die Produkte sind ausgesucht, regional und frisch und der Service individuell auf die Kundschaft ab­gestimmt. In dieser neuen Serie stellen wir in den kommenden Ausgaben die Markt­beschicker auf dem Blanke­ne­ser Markt vor.
Die Schlachterei von Günter Feddern ist ein Familien­un­ter­nehmen, das seit fünf Jahren von Jan Günter Feddern in die Zukunft geführt wird. Die Eltern Christina und Günter sind bereits seit 26 Jahren dabei. Die erste Begegnung mit Lammfleisch hatte Günter Feddern übrigens als Jugend­licher, als er sich auf der „Rheinland“ nach Südostasien als Matrose verdingte. An­schlie­ßend war er auf der „Badenstein“ dabei, BMW-Luxuslimousinen der 7er-Reihe nach Neuseeland zu bringen. Auf dem Rückweg brachte er unter Kapitän Nee­huis auch gefrorenes Lamm­fleisch von ganzjährig geweideten Schafen mit nach Ham­burg.
Geschlachtet wird in der Schlachterei in Hoisdorf. Drei Rinder pro Monat, bis zu fünf Schweine die Woche und von März bis Oktober auch Lamm­fleisch. „Die Schweine kenne ich von der Weide“, erzählt Günter Feddern. „Mit Namen!“, auch wenn das viele Kunden gar nicht so genau wissen wollen, haben sie ein gutes Gefühl dabei zu wissen, woher das Fleisch stammt. Und dass die Tiere ein glückliches Leben gelebt haben, gutes Futter bekamen und somit schmackhafte Schinken und Wurst auf den Teller kommen.
Fedderns Rinder stammen vom Hitscherberger Hof im Herzen der Vierlanden. Die Mutter­kuh­herde umfasst etwa 100 Tiere, in der die Kälber ge­meinsam mit ihren Müttern mindestens acht Monate pro Jahr drau­ßen aufgezogen werden.
Seit 1989 schlachten und verarbeiten die Fedderns in einem von vier EU-Schlachtbetrieben in Kreis Stormarn die Tiere zu Fleisch und Wurstwaren. Die Familie pökelt und räuchert selbst. So entstehen in dem Betrieb bis zu 40 Wurstsorten, die jeden Freitag auf dem Blankeneser Markt verkauft werden. Jagdwurst, Kohlwurst, Wiener, Bratwurst, Rohpol­nische zum Beispiel. Bei denen schmeckt man den Unterschied zum Discounter..! Natürlich umfasst das Sortiment sämtliche Fleischteile, Gulasch und Rouladen.
Für die Familie Feddern ist der Kontakt zu ihren Bauern wichtig, um die Lebensqualität der Tiere und damit die Qualität des Fleisches zu kennen. Ein Wermutstropfen: Wegen der regelmäßig strengeren EU-Auflagen wird ihr Betrieb wohl bald keine Schweine mehr selbst schlachten können. Die Entsorgung der Borsten gilt als Sondermüll, für den Familien­betrieb wird das zu teuer. „Wir geben die Tiere dann an einen größeren Betrieb zur Schlach­tung und lassen uns die Schweinehälften liefern. Dabei achten wir dann sehr genau darauf, unsere Tiere zurück zu erhalten“.

Bis bald auf dem Wochenmarkt!

Die Schlachterei Günter Feddern ist jeden Freitag auf dem Blankeneser Wochenmarkt.

Markttage und Marktzeiten in Blankenese:
Dienstag: 8 – 14 Uhr · Freitag: 8 – 16 Uhr · Samstag: 8 – 13 Uhr
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