Hamburg sagt »Nein«

Der Norddeutsche und Flottbeker Reiterverein muss sich für die Sanierung seiner Wettkampfstätte in Groß Flottbek neue Finanzierungsquellen suchen Der Norddeutsche und Flottbeker Reiterverein muss sich für die Sanierung seiner Wettkampfstätte in Groß Flottbek neue Finanzierungsquellen suchen Foto: Bewerbungsgesellschaft Hamburg 2024

Elbvororte (10.12.2015, Joy Dahlgrün-Krall) · Kaum ein anderes Sport-Thema hat in der letzten Zeit für so viel Zündstoff gesorgt, wie die mögliche Olympiabewerbung Hamburgs. Seit dem 29. November steht fest: Hamburg wird sich nicht als Austragungsort für die Olympischen Sommerspiele 2024 bewerben. Auch im Hamburger Westen war man sich uneins. Verloren haben die Hardliner aus beiden Lagern. Es ist sowohl unangebracht tagelang zu jubeln, als auch Beleidigungen auszusprechen. Hamburg sei eine Provinz, man habe der Stadt geschadet und sei einfältig. Dabei war es alles andere als sicher, dass Hamburg überhaupt als Austragungsort ausgewählt worden wäre. Die Gefühle kochen hoch – auch noch Tage nach dem Bürgerentscheid. Ehemalige und derzeitige Politiker eingeschlossen.

Peter Schmidt, ehemaliger Abgeordneter der Hamburgischen Bürgerschaft und Vorsitzender der CDU in Nienstedten äußerte sich in einem schriftlichen Statement wie folgt: „Für einen Standortpolitiker nicht nur eine verpasste Chance. Es ist ein arroganter Tiefschlag nicht allein gegen den deutschen Sport, sondern gegen den Sprung der Stadtentwicklung Hamburgs aus dem Korsett der Provinz auf die Ebene weltweiter Wahrnehmung.

Die SPD-Politikerin Anne Krischok sieht das Abstimmungsergebnis indes mit gemischten Gefühlen. „Für Hamburg ist diese vertane Chance ein Verlust“, so die Stadtentwicklungspolitikerin. „Das Olympiakonzept, welches der Senat und die Bürgerschaft erarbeitet hatten, war sehr gut und es wurden alle nur erdenkliche Aspekte mit eingearbeitet. Nun darf man aber nicht den Fehler machen und den Kopf in den Sand stecken.

Richtig konkret konnte im Vorwege ohnehin nicht viel angegangen werden. Pläne für den Kleinen Grasbrook gegenüber der Hafencity existierten. Was jedoch den Hamburger Westen betraf, wurde sich mit Aussagen zurückgehalten. Sowohl für das Gelände am Hemmingstedter Weg als auch für den Derby-Park in Klein Flottbek. Derby-Organisator Volker Wulff lässt sich nicht entmutigen: Die Renovierung der Tribüne wird noch etwas auf sich warten lassen müssen, doch laut Wulff sind Gespräche mit der Stadt in Planung. Auch der HSV ist betroffen. Dietmar Beiersdorfer, zeigt sich zwar enttäuscht, möchte aber trotzdem die Entwicklung vorantreiben. „Unsere Aufgabe sollte es nun sein, die Entwicklung der Sportstadt Hamburg nach der gescheiterten Olympiabewerbung nicht sich selbst zu überlassen. Es war ein herber Tiefschlag, aber noch kein K. o.“, so der Vorstandsvorsitzende der HSV Fußball AG.

Vieles wurde angeschoben und angedacht. Das Aus von Olympia muss nicht das Aus für die Sportstadt heißen.

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