»Für unsere Kinder ein weltoffenes Deutschland!«

Katja Suding beim  FDP Landesparteitag Katja Suding beim FDP Landesparteitag Foto: Gerhold Hinrichs-Henkensiefken
Elbvororte/Hamburg (22.09.2016, Wolf Achim Wiegand) · Seit ihrer Wahl im Mai 2015 zur stellvertretenden Bundeschefin der FDP ist Katja Suding in ganz Deutschland unterwegs. Die Erfolgsfrau aus Hamburg ist eine gerne angeforderte Rednerin bei Parteievents. Im nächsten Jahr will Katja Suding von der Bürgerschaft auf die große Bühne springen, in den Bundestag einziehen. Der erste Schritt ist getan: die FDP wählte Suding voriges Wochenende ohne Gegenstimme zur Direktkandidatin im Wahlkreis 19 Hamburg-Altona. Grund genug für die DorfStadt-Zeitung, ein paar Fragen zu stellen:
DorfStadt: Nun ist es raus: Sie wollen zur Bundestagswahl als Hamburger FDP-Spitzenkandidatin für den Bundestag kandidieren. Was treibt Sie dazu, es ist doch im Rathaus mit dem Berliner Politikbetrieb verglichen eher bequem?
Suding: Der Job einer Fraktionsvorsitzenden ist alles andere als bequem. Aber mir geht es auch nicht um Bequemlichkeit, ich will als Politikerin etwas bewegen. Im Bundestag fehlt eine liberale Kraft, eine Stimme der Freiheit. Deshalb möchte ich mithelfen, dass die FDP wieder in den Bundestag kommt. Deutschland braucht starke Freie Demokraten heute mehr denn je – als Stimme der Vernunft, als Vertreter der rechtsstaatlichen Ordnung und als Anwalt der sozialen Marktwirtschaft.

DorfStadt: Um welches Thema möchten Sie sich im Bundestag besonders kümmern?
Suding: Meines Erachtens sind dringend Reformen bei der Rente, beim Bürokratieabbau und auf dem Arbeitsmarkt notwendig. Zudem möchte ich mich für ein modernes Steuersystem einsetzen, das insbesondere kleine und mittlere Einkommen entlastet. Und ich will die drohende Aushöhlung der Bürgerrechte verhindern. Es gibt in Berlin genug zu tun. Die Große Koalition verwaltet nur noch die Probleme, wir möchten sie lösen.

DorfStadt: Angenommen, der Sprung nach Berlin gelingt; wer soll in Hamburg neuer Fraktionschef werden und wer den Landesverband führen?
Suding: Wir als FDP Hamburg haben in den kommenden Monaten viel Arbeit vor uns: Wir möchten die Menschen noch stärker als bisher von unseren Zielen und unseren Inhalten überzeugen. Personalfragen stehen deshalb für uns überhaupt nicht auf der Agenda. Abgesehen davon ist die Bürgerschaftsfraktion personell sehr stark aufgestellt, da kämen gleich mehrere Kollegen in Frage. Hier haben wir eher ein Luxusproblem.

DorfStadt: Unabhängig von der eventuell erforderlichen Personalie im Falle Ihrer Wahl: welche Themen sollte die FDP in Hamburg vor der nächsten Bürgerschaftswahl noch unbedingt aufgreifen?
Suding: Die FDP ist in der Bürgerschaft eine sehr starke Oppositionspartei – und darin sehen wir auch unsere Aufgabe. In den wichtigen Feldern Haushalt, Justiz, Bildung, Wirtschaft, Hafen, Verkehr und Familie treiben wir den Senat vor uns her, legen wo nötig den Finger in die Wunde. Hamburg hat eine bessere Politik verdient. Rot-Grün verspielt zu viele Chancen, sei es bei Haushaltskonsolidierung, Integration von Flüchtlingen oder bei den Schulen. Wir nehmen unsere Aufgabe als Opposition deshalb sehr ernst und werden das Senatshandeln bis zum Ende der Legislaturperiode weiter kritisch und konstruktiv begleiten.

DorfStadt: Ihr Bundestagswahlkreis liegt in den Elbvororten. Sie selbst stammen aus Vechta, Niedersachsen bei Bremen. Wie kommt es, dass es Sie einst an die Elbe verschlagen hat?
Suding: Zunächst aus beruflichen Gründen. Ich habe in Hamburg mehrere Jahre in der PR-Branche gearbeitet, bevor ich mich politisch engagiert habe. Mir gefällt es hier! Hamburg ist eine tolle, lebendige Stadt mit viel Lebensqualität. Auch meine beiden Kinder wachsen ja in Hamburg auf, gehen hier zu Schule und haben hier ihren Freundeskreis.

DorfStadt: Ihre Kinder sind noch jung. Politik und die Mama auf Plakaten sind vermutlich dennoch zu Hause ein Thema. Wie erklären Sie dem Nachwuchs die öffentliche Präsenz?
Suding: Meine Kinder wissen genau, was ich mache. Das habe ich ihnen von Anfang an erklärt. Sie wissen, dass ich mich für unsere Stadt Hamburg engagiere und dass ich Politikerin bin. Meine beiden Söhne sind nun schon Teenager – also in einem Alter, in dem sie das sehr gut verstehen.

DorfStadt: Wenn Ihre Kinder ins Berufsleben starten könnten sich Deutschland und Europa verändert haben. Was wünschen Sie sich als Liberale für die nächste Generation?
Suding: Der Generation unserer Kinder wünsche ich ein weltoffenes, tolerantes Deutschland. Ein Deutschland, das für die Werte, die wir vertreten und leben, in der Welt anerkannt und respektiert wird. Ein Deutschland, das inmitten europäischer Freunde Verantwortung für die eigene Gesellschaft und die globalisierte Welt übernimmt. Ich wünsche mir, dass jedes einzelne Kind unabhängig von Herkunft und Elternhaus beste Bildungschancen bekommt, damit es seine Talente nutzen und einbringen kann. Ich wünsche mir, dass sich Deutschland und Europa wieder stärker auf die Prinzipien der sozialen Marktwirtschaft besinnen. Und ich wünsche mir, dass unsere Rechte als Bürger trotz Terrorgefahr nicht unnötig eingeschränkt werden. Denn wenn wir unsere Freiheit für vermeintliche Sicherheit aufgeben, dann haben unsere Feinde schon gewonnen – und das will ich nicht zulassen!

DorfStadt: In den Hansestädten Hamburg und Bremen waren junge liberale Frauen die erfolgreichen FDP-Spitzenkandidatinnen, auch in Mecklenburg-Vorpommern stand eine Frau vorne. Selbst die Generalsekretärin ist weiblich. Ist die FDP die neue Frauenpartei?
Suding: Wir sind eine Partei der Talente und Chancen. Bei uns zählt, welche Ideen der Einzelne hat, wie er sich einbringt und was er kann – vollkommen unabhängig vom Geschlecht. Es wird Zeit, dass wir uns von diesen überholten Rollenbildern trennen. In der FDP sind Frauen völlig selbstverständlich in führenden Positionen – ganz ohne Quote.

DorfStadt: Sie sind gelernte Marketing- und PR-Frau. Kein Wunder, dass Sie auf Selbstvermarkung stehen. Auch Privates geben Sie preis. Wo aber ziehen Sie die rote Linie?
Suding: Ich stehe keineswegs auf Selbstvermarktung. Zu meinem Job gehört es aber, in der Öffentlichkeit zu sein. Also ist ein gewisses Interesse der Öffentlichkeit auch völlig normal. Aber für mich ist ganz klar: Wirklich Privates ist und bleibt privat. Das gebe ich auch nicht preis.
 
DorfStadt: Zum Schluss: haben Sie eine Botschaft der Freien Demokraten an die DorfStadt-Leser?
Suding: Gerade die jüngsten Wahlen haben uns gezeigt, dass wir nicht leichtfertig mit unserer Demokratie umgehen dürfen. Als Freie Demokraten bieten wir deshalb den Menschen eine Politik an, die Chancen für jeden Einzelnen ermöglicht und unsere Gesellschaft voranbringt: Mit Bildung, einer funktionierenden Wirtschaft, Arbeit, Rechtsstaatlichkeit und einem sozialen Miteinander. Das sind die Fundamente, auf denen unsere Gesellschaft fußt.

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