»Wegducken geht jetzt gar nicht«

Karin Prien Karin Prien Foto: PR

Alt-Osdorf (19.10.2015, PM) · Vergangenen Donnerstag, lud die Blankeneser Bürgerschaftsabgeordnete und flüchtlingspolitische Sprecherin der CDU-Bürgerschaftsfraktion, Karin Prien, unter der Überschrift „Wege aus der Flüchtlingskrise“ zu einem offenen Bürgergespräch in den Heidbarghof in Osdorf ein. „Gerade in Zeiten großer Verunsicherung und zum Teil aufgeheizter Stimmung ist es unbedingt erforderlich, dass Bürger und Politiker offen miteinander reden, Wegducken geht jetzt gar nicht“, erklärte die stellvertretende Fraktionsvorsitzende der CDU-Bürgerschaftsfraktion gegenüber dorfstadt.de. Mit von der Partie war auch der Osdorfer CDU-Bezirksabgeordnete und integrationspolitische Sprecher, Andreas Grutzeck, der über die konkreten Planungen im Bezirk Rede und Antwort stand.

Der Einladung folgten über 70 Gäste und führten fast drei Stunden lang ein sehr intensives, kontroverses Bürgergespräch in der großer Runde. Viele von ihnen blieben im Anschluss weitere zwei Stunden, um das Gespräche bei einem Glas Wein im unmittelbaren Dialog mit der Abgeordneten zu vertiefen. Am Anfang des Abends war die Stimmung gespannt, manche Teilnehmer äußerten sich wütend und verständnislos über die ungebrochene Zuwanderung von Flüchtlingen, es wurde offene Kritik an der Flüchtlingspolitik der Bundesregierung und des Hamburger Senates geübt. Andere zeigten sich verunsichert und besorgt, einige aber auch weiterhin zuversichtlich und gelassen. Bemerkenswert war, dass sich sehr viele Bürger mit eigenen Positionen zu Wort meldeten, einander ausreden ließen, sich zuhörten und auf die verschiedenen Beiträge zielgerichtet eingingen. Die derzeit im Zusammenhang mit dem Flüchtlingsthema oft verwendeten Klassifizierungen als  "Gutmensch" einerseits oder „Rassist" anderseits blieben aus.

Viele waren dankbar, ein Forum für den so notwendigen Austausch zu finden. Neben der Ungewissheit über die anhaltend hohen Flüchtlingszahlen, wurden die Größe der geplanten der Unterkünfte auch in Hinblick auf die angestrebte, effektive Integration stark kritisiert. Von vielen Teilnehmern wurde insbesondere die fehlende oder unzuverlässige Information zu den geplanten Unterkünften und eine zu große Belastung einzelner Stadtteile, vor allem dort wo ohnehin schon soziale Probleme bestünden, bemängelt. Große Bedenken bestehen im Hamburger Westen, der mit dem Wohngebiet Osdorfer Born aus langjähriger Erfahrung spricht, gegen die vom Senat geplanten großen Wohnsilos für Flüchtlinge, die einer Ghettoisierung Vorschub leisten und dem Integrationsgedanken gänzlich zuwider laufen.

Junge Familien aus Rissen haben große Ängste und begründete Bedenken wegen der geplanten Großsiedlung auf dem alten THW Gelände, in unmittelbarer Nähe der schon bestehenden Folgeunterkünfte Sieverstücken I und II. Dazu Karin Prien:  „Ohne Bürgerbeteiligung gibt es keine Akzeptanz. Große Wohnsilos sind hoch problematisch, ohne eine vernünftige Durchmischung und ohne ein Konzept für die notwendige Infrastruktur schaffen wir immense Folgeprobleme. Das Konzept des Senats ist ein Schnellschuss, der nicht durchdacht ist.“ Der Abend in Osdorf habe bestätigt, was überall deutlich zu spüren sei: Die Stimmung sei auf der Kippe und alle, die politisch Verantwortung tragen, müssten sich jetzt vor Ort der Diskussion stellen. Auf Berechtigte Einwände aus der Bevölkerung müsse eingegangen werden, auch wenn es unbequem sei. Und weiter: "Deshalb werde ich diese Gespräche mit den Bürgern im Hamburger Westen weiter fortsetzen und stehe außerdem jeden zweiten und vierten Freitag im Monat in der Zeit von 12.30 Uhr bis 14 Uhr den Räumen meines Abgeordnetenbüros  zur Vereinbarung individueller Termine zur Verfügung!"

Das Abgeordnetenbüro finden Sie
Blankeneser Bahnhofstraße 11 (Eingang im Hinterhof)
22587 Hamburg-Blankenese
Telefon: (0 40) 74 32 56 62
www.karin-prien.de

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