Demirel, Filiz | GRÜNE

Feliz Demirel Feliz Demirel Foto: PR

Wahlkreis 4 (Rissen, Blankenese, Osdorf, Sülldorf, Iserbrook, Nienstedten, Lurup und Gross Flottbek)

Phyliss (Filiz) Demirel ist Diplom Volkswirtin und lebt seit 24 Jahren in Deutschland. Hamburg ist ihre Wahlheimat.
Mit 25 zog Demirel nach Hamburg und wohnt seit 23 Jahren im Bezirk Altona. Bis 2013 arbeitete sie als Geschäftsführerin für einen Interessenverband in der Wirtschaft, momentan übt sie ihr Abgeordnetenmandat als Hauptbeschäftigung aus.

DorfStadtZeitung: Was finden Sie in Ihrem Wahlkreis besonders schön...
Filiz Demirel: Ich finde die Vielfalt im Wahlkreis 4 sehr schön. Die Grünflächen, die Elbe und das Gefühl von einer Metropole mit Rückzugmöglichkeiten in die Natur. Das ist sehr wichtig für die Lebensqualität. Ich bin begeistert von dem ehrenamtlichen Engagement in meinem Wahlkreis, es ist großartig und muss stärker gefördert werden. Auch für Flüchtlinge leisten viele Ehrenamtliche Unbezahlbares. Altona hat eine eigene Geschichte, was Flüchtlinge angeht. Daher war und ist bei uns immer eine große Bereitschaft und Akzeptanz für Menschen, die bei uns in Altona Schutz suchen.

DorfStadtZeitung: ...und was muss sich unbedingt ändern.
Filiz Demirel: Was sich unbedingt ändern muss, ist die Verkehrssituation – und nicht nur in meinem Wahlkreis. Die Osdorfer und Luruper warten schon seit 40 Jahren auf die Schienenanbindung in die City. Ich sehe die Stadtbahn hier als Lösung, die in absehbarer Zeit realisiert werden kann und auch angesichts der aktuellen Haushaltslage die machbare Variante ist. In vielen Stadtteilen, wie z.B. in Rissen muss unter Beteiligung der BürgerInnen der Verkehr beruhigt werden. Auch die Luftverschmutzung und der Fluglärm über Lurup und Osdorf haben zugenommen. Hier muss die Politik dringend handeln.

 

DorfStadtZeitung: Wie lange sind Sie in der Politik und der Bürgerschaft tätig?
Filiz Demirel: Ich bin seit 20 Jahren Mitglied der Grünen. Während meines Studiums habe ich im AStA der Uni Hamburg die Grüne Hochschulgruppe kennengelernt, und so hat meine Grüne Karriere angefangen. Ich habe vier Jahre als wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Bürgerschaftsfraktion für die Bereiche Migration und Innenpolitik gearbeitet. Vom 2004 bis 2011 war ich in der Bezirksversammlung Altona. Seit Februar 2011 setze ich mich als Wahlkreisabgeordnete für Grüne Inhalte in der Bürgerschaft ein. Und seit einem Monat bin ich auch Kreisvorsitzende der Altonaer Grünen.
 
DorfStadtZeitung: Ohne falsche Bescheidenheit: Was halten Sie für Ihren größten politischen Erfolg seit der letzten Wahl?
Filiz Demirel: Trotz Alleinregierung der SPD und trotz Opposition haben wir in vielen Bereichen eine Grüne Unterschrift hinterlassen. Ich habe mich erfolgreich eingesetzt für das Hamburger Landesgesetz zur Anerkennung ausländischer Bildungsabschlüsse und für das Hamburger Landesmindestlohngesetz. Ein großer Erfolg, besonders für die Betroffenen!
 
DorfStadtZeitung: Was wollen Sie ab 2015 für den Westen der Stadt durchsetzen...
Filiz Demirel: Ich möchte mich einsetzen für eine grüne Stadt, die atmet. Für ein zukunftsfähiges Verkehrskonzept im Hamburger Westen, das mit den Menschen vor Ort entwickelt wird und nicht nur Straßen und Radwege im Blick hat, sondern auch die öffentliche Verkehrsanbindung auf der Elbe.
- für eine Stadtbahn nach Lurup und Osdorf
- für eine Verkehrsberuhigung in Rissen
- für mehr Grün und Umweltschutz
- für gute Bildung und Arbeit
- für eine gute soziale Balance
 
DorfStadtZeitung: ...und was für ganz Hamburg?
Filiz Demirel: Ich trete für eine weltoffene, grüne und gerechte Stadt ein, in der die wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Interessen nicht konkurrieren, sondern miteinander kooperieren. Eine wachsende Stadt braucht gute Strukturen, um ihre Attraktivität und Lebensqualität zu erhöhen. Daher muss die Politik auf gute Bildung, Umwelt, Verkehr, Wohnung und gute Beschäftigungsmöglichkeiten setzen. Ich setzte mich weiterhin für einen Sozialen Arbeitsmarkt für Langzeitarbeitslose. Wir wollen die Arbeit finanzieren und nicht die Arbeitslosigkeit. Bei der Bildung setzen wir auf Klasse statt Masse.


DorfStadtZeitung: Haben Sie ein privates Lieblingsthema in der Politik?
Filiz Demirel: Ja, Migration und gleichberechtigte Teilhabe aller Menschen. Ganz gleich woher sie kommen, welche Lebensentwürfe oder sexuelle Orientierung sie haben oder welche Hautfarbe. Ich strebe eine „Wir-Gesellschaft“ an, in der nicht darüber diskutiert wird, was uns unterscheidet, sondern darüber, was uns verbindet.
Hamburg als Tor zur Welt kann mehr bieten und darf diese Chance für eine gerechte, ökologische und soziale Metropole nicht verpassen.
 
DorfStadtZeitung: Was ist für Sie ein echtes Frauenthema?
Filiz Demirel: Kenne ich nicht. Aber wenn ich mir die Politiklandschaft ansehe, stelle ich fest, dass soziale Themen besonders von weiblichen Abgeordneten bearbeitet werden.

 

DorfStadtZeitung: Was halten Sie von Quoten?
Filiz Demirel: Wir Grünen haben eine Frauenquote von mindestens 50 Prozent und das finde ich gut. Die Frage, ob wir überall Quoten haben sollen, würde ich mit Nein beantworten.
In vielen Bereichen, von der Wirtschaft bis zu Familie, erleben wir immer noch eine männerdominierte Gesellschaft, wo Frauen bestimmte Rollen zugeschoben werden. Wir Grünen haben aktuell neun starke Frauen und fünf starke Männer als Abgeordnete in der Bürgerschaft. Das zeigt, dass die Quote wirkt.
 
 
DorfStadtZeitung: Was machen Sie anders als Ihre männlichen Kollegen?
Filiz Demirel: Ich denke, wir Frauen haben eine bessere Diskussionskultur. Es wäre für meine Fraktion nicht zu treffend, aber allgemein in der Politik erleben wir, dass Frauen für die Inhalte kämpfen und nicht für eigene politische Karriere. Menschen im Blick zu haben oder sozial orientiert zu sein, wird oft als zu emotional abgestempelt. Ich stehe zu einer Politik, die aus dem Herzen kommt und mit Verstand umgesetzt wird.
 
DorfStadtZeitung: Wie verbringen Sie Ihre Freizeit - falls Sie eine haben?
Filiz Demirel: Ich habe sehr wenig Freizeit. Mein Lieblingsplatz ist der Elbstrand, an dem ich die riesigen Pötte bewundern und einfach abschalten kann. Ich versuche, mir zwischendurch für meine Freunde Zeit zu nehmen – auch wenn es mir nicht immer gelingt. An den Wochenenden besuche ich ehrenamtlich arbeitende Organisationen. Wenn noch Zeit bleibt, lese ich gerne und schreibe ab und zu einen Artikel für türkischsprachige Zeitungen oder Online-Presse.

 

Ausführliche Interviews:

Anne Krischok, SPD
Karin Susan Prien, CDU
Dr. Kaja Steffens, CDU und
Katja Suding, FDP

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