Elbvororte – Kultur

Hamburgs „Vier Männer auf Bojen“ kehren zurück

Övelgönne (3. August, PM) · Schwarze Hose, weißes Hemd, den Blick gelassen ins Weite gerichtet – die „Vier Männer auf Bojen“ von Stephan Balkenhol sind von Elbe, Alster, Süderelbe und dem Bergedorfer Serrahn nicht mehr wegzudenken. Aus Eichenholz gefertigt, waren die vier Figuren fast drei Jahrzehnte lang der Witterung ausgesetzt, sodass sie nun ersetzt werden mussten. Stephan Balkenhol hat sich bereit erklärt, vier neue Figuren aus Aluminium herzustellen, die sich äußerlich nicht von den Holzfiguren unterscheiden, Wind und Wetter jedoch besser standhalten. Die erste der vier neuen Figuren wurde heute an ihrem Standort vor Övelgönne zu Wasser gelassen.

Blankenese (16. Juli 2020, Markus Krohn) Zum ersten Mal seit der Corona-Pause gibt es wieder ein Schauspiel im Hamburger Westen zu sehen! Trotz Einschränkungen, die natürlich auch auf der Bühne gelten: Dieter Seidel inszenzeniert den Einmeterfünfzig-Abstand in einem Stück, in dem es um Liebe geht, so geschickt, dass die Zuschauer kaum merken, dass etwas anders ist. Im Gegenteil: Teilweise gewinnen die Szenen dadurch noch an Witz. Die Spielfreude der Darstellerinnen und Darsteller überzeugt. Überhaupt nicht ängstlich, sondern jung, spritzig und dynamisch. Man merkt, dass die jungen Schauspieler hungrig sind, die Bühne vermisst haben. Der Abend im Römischen Garten verspricht, anspruchsvolle Unterhaltung zu werden. Man kann dem Ensemble zum Ergebnis nur gratulieren!

Sommerresidenz im Heine-Haus

Altona (15. Juli 2020, PM) Das Hamburger Heine-Haus ist seit vier Jahrzehnten als Ort literarischer Begegnungen wichtiger Bestandteil des kulturellen Lebens dieser Stadt. Erstmals in diesem Sommer vergibt der Heine-Haus e.V. nun ein Sommerresidenz-Stipendium an den Schriftsteller David Wagner. Vier Wochen lang, vom 16. Juli bis zum 13. August 2020, wird David Wagner in den Räumen des historischen Hauses wohnen und schreiben. Er erhält ein mit 1.500 Euro dotiertes Aufenthaltsstipendium.

Corona-Interpretationen der Schutzgöttin Altonia gesucht

Elbvororte (26. Mai 2020, PM) · Ein partizipatives Fotoprojekt der atonale und des Altonaer Museums.
In Zeiten wie der Corona-Krise benötigen und wünschen wir uns alle Schutz und Mut, um all das anzugehen, was diese Situation und die ungewisse Zukunft von uns erwartet. Hilfreich wäre da sicher manchmal ein Schutzengel oder auch eine Schutzgöttin.
Im Altonaer Museum hängt prominent das Gemälde „Die Schutzgöttin Altonia“ von Otto Marcus aus dem Jahr 1900. Inspiriert wurde dieses Werk von dem berühmten Bildnis „Die Freiheit führt das Volk an“ von Eugéne Delacroix aus dem Jahr 1830. Bereits während der beabsichtigten Schließung des Altonaer Museums in 2010 war die Altonia Symbol des Widerstands. Nun soll sie für uns wieder zu einem Sinnbild werden – für Schutz, Mut, Kraft und Zuversicht.
Othmarschen (15. Mai 2020, PM) · In der zweiten Jahreshälfte 2020 zeigt das Dresdner Albertinum zum 150. Geburtstag Ernst Barlachs eine umfassende Retrospektive, die sich maßgeblich auf Leihgaben des Ernst Barlach Hauses stützt. Das Jubiläumsprojekt ist Anlass für einen Ost/West-Tausch. Das Albertinum leiht im Gegenzug 60 Werke seiner Sammlung von Kunst aus der DDR: Gemälde und Skulpturen der Nachkriegszeit, »Sozialistische Gegenwartskunst« der 1960er und 70er Jahre sowie Arbeiten einer jüngeren, nach 1950 geborenen Generation. Die Werke von 52 Künstlerinnen und Künstlern geben einen facettenreichen Einblick in die ostdeutsche Kunstgeschichte, von der Staatsgründung der DDR 1949 bis zum Mauerfall 1989. Zu entdecken ist ein breites Spektrum an Themen, Stilen und Positionen – vom Arbeiterbildnis bis zum Pop Art-Experiment, von sachlich bis expressiv, figürlich bis abstrakt, konformistisch bis kritisch.
Bahrenfeld/Elbvororte (15. Mai 2020, Markus Krohn) · Der Hauptausschuss der Bezirksversammlung Altona hat in seiner gestrigen Sitzung auf Antrag von SPD, CDU und FDP beschlossen, dass kurzfristig die Bau- und Nutzungsgenehmigung für die Errichtung eines Open-Air-Autokinos auf der Trabrennbahn Bahrenfeld erteilt werden soll. Das Bezirksamt soll nun kurzfristig mit dem Veranstalter über letzte Details verhandeln, damit der Autokinobetrieb kurzfristig starten kann. Die Grünen-Fraktion stimmte wegen Klimaschutzbedenken gegen den Antrag.

Blankeneser Kino und Elbe Filmtheater ausgezeichnet

Elbvororte (14. Mai 2020, PM) · Am Dienstagabend hat Jana Schiedek, Staatsrätin für Kultur und Medien, die Hamburger Kinopreise verliehen.
In einer digitalen „Home Edition” wurden 15 Programm- und Stadtteil-Kinos für ihr Programmjahr 2019 ausgezeichnet. Mit dabei das Elbe Filmtheater in Osdorf und das Blankenese Kino. Unsere Kinos in der Elbvororten konnten sich über ein Preisgeld von je 3.000,– Euro freuen.
Die Hamburger Kinopreise werden seit 1993 für qualitativ herausragende Filmprogramme oder andere Maßnahmen, die die Kinokultur fördern, an Hamburger Kinos vergeben. Initiator des Hamburger Kinopreises sind die Behörde für Kultur und Medien der Freien und Hansestadt Hamburg und die Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein.

Kein Saisonbeginn für Hamburger Traditionsschiffe in Sicht

Oevelgönne (13. Mai 2020, PM) · Die ehrenamtlichen Besatzungen der Hamburger Traditionsschiffe haben Anfang des Jahres mit den Frühjahrsarbeiten begonnen, um die Schiffe wie jedes Jahr zum Saisonbeginn im Mai fahrbereit zu haben. Als Ende Februar die Maßnahmen zur Vermeidung einer Verbreitung des Coronavirus das öffentliche Leben deutschlandweit auf das Notwendigste beschränkten, wurde auch der Betrieb in den Vereinen zum Wohle der Allgemeinheit eingestellt. Es folgten Absagen maritimer Großveranstaltungen, darunter auch der Hamburger Hafengeburtstag, bei dem sich traditionell die historischen Schiffe seit Jahrzehnten zum Saisonstart auf den Traditionsschiffparaden den zahlreichen Besuchern präsentieren.
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