Elbvororte – Kultur

Einer, der bleibende Werte schuf

Elbvororte (15. Oktober 2020, Konrad Matzen) · Der Landwirt und Stifter Her­mann-Hinrich Reemts­ma ist tot. Er starb am 29. September 2020 mit 85 Jahren in Hamburg. Her­mann-Hinrich Reemtsma, der 1988 die nach seinem Vater benannte Hermann Reemtsma Stiftung ins Leben rief, war auf vielen Gebieten mäzenatisch tätig. Er unterstützte kulturelle und soziale Vorhaben in Hamburg, Nord- und Ostdeutschland.
Hermann-Hinrich Reemtsma wurde am 30. April 1935 als viertes Kind des Zigaretten­fa­b­rikanten Hermann F. Reemtsma und seiner Frau Hanna in Altona geboren. Er wuchs in Altona und auf dem familieneigenen Hof bei Salzhausen auf.

EMANUEL – setzt wieder Segel!

Oevelgönne (18. September 2020, PM) · Das 85 Jahre alte Schaumodell eines Elbewers, die EMANUEL, steht seit fast 40 Jahren in einer Glasvitrine auf dem Fähranleger Neumühlen im Museumshafen Oevelgönne hinter Glas und bedurfte dringend liebevoller Zuwendung für seinen weiteren Erhalt. In dieser Woche konnte die Restaurierung des Modells, das einst für die 700-Jahrfeier der Stadt Uetersen 1934 gebaut wurde, in einer erfolgreichen Gemeinschaftsaktion abgeschlossen werden. Zuletzt wurden die Segel gesetzt.
Othmarschen (18. August 2020, Markus Krohn) · Ein lauer Sommerabend im Schatten eherner Eichen auf der großen Wiese hinter dem Jenischhaus. Auf der einen Seite der Blick auf die weißen Säulen der großen Villa, hinter einem der Blick auf die Elbe bei Teufelsbrück. Eine schönere Kulisse hätten sich die Verantwortlichen des Ensemble Obligat! für ihr Jubiläumskonzert nicht aussuchen können. 25 Jahre Ensemble Obligat! Das war eigentlich schon im März geplant – zwei Tage nach Beginn des Lockdowns. Die Mitglieder des Ensembles waren schon beim Proben…

Hamburgs „Vier Männer auf Bojen“ kehren zurück

Övelgönne (3. August, PM) · Schwarze Hose, weißes Hemd, den Blick gelassen ins Weite gerichtet – die „Vier Männer auf Bojen“ von Stephan Balkenhol sind von Elbe, Alster, Süderelbe und dem Bergedorfer Serrahn nicht mehr wegzudenken. Aus Eichenholz gefertigt, waren die vier Figuren fast drei Jahrzehnte lang der Witterung ausgesetzt, sodass sie nun ersetzt werden mussten. Stephan Balkenhol hat sich bereit erklärt, vier neue Figuren aus Aluminium herzustellen, die sich äußerlich nicht von den Holzfiguren unterscheiden, Wind und Wetter jedoch besser standhalten. Die erste der vier neuen Figuren wurde heute an ihrem Standort vor Övelgönne zu Wasser gelassen.

Blankenese (16. Juli 2020, Markus Krohn) Zum ersten Mal seit der Corona-Pause gibt es wieder ein Schauspiel im Hamburger Westen zu sehen! Trotz Einschränkungen, die natürlich auch auf der Bühne gelten: Dieter Seidel inszenzeniert den Einmeterfünfzig-Abstand in einem Stück, in dem es um Liebe geht, so geschickt, dass die Zuschauer kaum merken, dass etwas anders ist. Im Gegenteil: Teilweise gewinnen die Szenen dadurch noch an Witz. Die Spielfreude der Darstellerinnen und Darsteller überzeugt. Überhaupt nicht ängstlich, sondern jung, spritzig und dynamisch. Man merkt, dass die jungen Schauspieler hungrig sind, die Bühne vermisst haben. Der Abend im Römischen Garten verspricht, anspruchsvolle Unterhaltung zu werden. Man kann dem Ensemble zum Ergebnis nur gratulieren!

Sommerresidenz im Heine-Haus

Altona (15. Juli 2020, PM) Das Hamburger Heine-Haus ist seit vier Jahrzehnten als Ort literarischer Begegnungen wichtiger Bestandteil des kulturellen Lebens dieser Stadt. Erstmals in diesem Sommer vergibt der Heine-Haus e.V. nun ein Sommerresidenz-Stipendium an den Schriftsteller David Wagner. Vier Wochen lang, vom 16. Juli bis zum 13. August 2020, wird David Wagner in den Räumen des historischen Hauses wohnen und schreiben. Er erhält ein mit 1.500 Euro dotiertes Aufenthaltsstipendium.

Corona-Interpretationen der Schutzgöttin Altonia gesucht

Elbvororte (26. Mai 2020, PM) · Ein partizipatives Fotoprojekt der atonale und des Altonaer Museums.
In Zeiten wie der Corona-Krise benötigen und wünschen wir uns alle Schutz und Mut, um all das anzugehen, was diese Situation und die ungewisse Zukunft von uns erwartet. Hilfreich wäre da sicher manchmal ein Schutzengel oder auch eine Schutzgöttin.
Im Altonaer Museum hängt prominent das Gemälde „Die Schutzgöttin Altonia“ von Otto Marcus aus dem Jahr 1900. Inspiriert wurde dieses Werk von dem berühmten Bildnis „Die Freiheit führt das Volk an“ von Eugéne Delacroix aus dem Jahr 1830. Bereits während der beabsichtigten Schließung des Altonaer Museums in 2010 war die Altonia Symbol des Widerstands. Nun soll sie für uns wieder zu einem Sinnbild werden – für Schutz, Mut, Kraft und Zuversicht.
Othmarschen (15. Mai 2020, PM) · In der zweiten Jahreshälfte 2020 zeigt das Dresdner Albertinum zum 150. Geburtstag Ernst Barlachs eine umfassende Retrospektive, die sich maßgeblich auf Leihgaben des Ernst Barlach Hauses stützt. Das Jubiläumsprojekt ist Anlass für einen Ost/West-Tausch. Das Albertinum leiht im Gegenzug 60 Werke seiner Sammlung von Kunst aus der DDR: Gemälde und Skulpturen der Nachkriegszeit, »Sozialistische Gegenwartskunst« der 1960er und 70er Jahre sowie Arbeiten einer jüngeren, nach 1950 geborenen Generation. Die Werke von 52 Künstlerinnen und Künstlern geben einen facettenreichen Einblick in die ostdeutsche Kunstgeschichte, von der Staatsgründung der DDR 1949 bis zum Mauerfall 1989. Zu entdecken ist ein breites Spektrum an Themen, Stilen und Positionen – vom Arbeiterbildnis bis zum Pop Art-Experiment, von sachlich bis expressiv, figürlich bis abstrakt, konformistisch bis kritisch.
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