Forscher graben auf altem Friedhof – und finden Sandstein-Stadtwappen mit einem Geheimnis

Forscher graben auf altem Friedhof – und finden Sandstein-Stadtwappen mit einem Geheimnis Foto: PR/Archäologisches Museum

Altona (30. Juni 2022, PM) · Noch bis Oktober finden archäologische Ausgrabungen im Bereich des alten Stadtzentrums von Altona statt. Das Grabungsareal liegt auf historisch bedeutsamem Gelände und birgt als „alte Mitte Altonas“ rund um die Hauptkirche St. Trinitatis ein einzigartiges Bodendenkmal-Ensemble. Die Kirche ist eines der wenigen Gebäude, die aus dieser Zeit noch erhalten sind. Sie stand vor dem Zweiten Weltkrieg inmitten eng bebauter Straßen. Mit dem Bau des „Trinitatis Quartiers“ soll hier nun ein neues urbanes Stück Stadt entstehen und wieder Leben an die Kirche zurückkehren. Vor der Neubebauung haben die Archäologinnen und Archäologen die einmalige Gelegenheit, spannende Erkenntnisse zur frühen Geschichte der einst selbständigen Stadt zu sammeln.

Das alte Zentrum von Altona wird neu belebt. Für das „Trinitatis Quartier“ soll das Gebiet rund um die Hauptkirche St. Trinitatis in den nächsten Jahren umgestaltet werden und ein eigenständiges Quartier im Grüngürtel Neu-Altonas bilden. Die Kirche erhält unter anderem ein neues Gemeindehaus und eine Pilger-Herberge. Gleichzeitig sind in dem Areal öffentlich geförderte Wohnungen, eine Kita und ein Café geplant. Auch die Kirche selbst soll saniert werden. Dem Bauprojekt, das im Auftrag der Freien und Hansestadt Hamburg, des Bezirksamts Altona und der Ev.-Luth. Hauptkirchengemeinde St. Trinitatis sowie des Ev.-Luth. Kirchenkreises Hamburg-West/Südholstein umgesetzt wird, geht jedoch zunächst eine archäologische Ausgrabung voraus.

Schon seit April führt die Grabungsfirma „ArchON“ im Auftrag der „bauwerk Kirchliche Immobilien“ und unter der Federführung des Archäologischen Museums Hamburg im Bereich südlich der Königstraße archäologische Untersuchungen durch. Dabei wird aktuell die Bebauung beiderseits der heute nicht mehr vorhandenen Kibbelstraße untersucht sowie das Areal des Friedhofs von St. Trinitatis.

Eine Reise durch die Schichten: Was wurde schon gefunden?

Neben Gräbern des 17. bis 19. Jahrhunderts konnten bisher schon zahlreiche Hausgrundrisse aus dem 18. Jahrhundert freigelegt werden. Die Kirche stand vor dem Zweiten Weltkrieg inmitten eng bebauter Straßen, deren Gebäude während des Kriegs jedoch weitgehend zerstört wurden. Mit der Neubebauung nach dem Krieg wurden das Gelände und die Straßenführung so verändert, dass die Kibbelstraße verschwand. Sie konnte jedoch anhand alter Quellen verortet werden und es wurden jetzt einige interessante Funde gemacht: Insbesondere ein großes Sandsteinrelief mit dem Wappen von Altona erregte das archäologische Interesse. Die anfängliche Vermutung, dass das Wappen vom benachbarten Altonaer Rathaus stammen könnte, bestätigte sich allerdings nicht. Es ist aber möglich, dass es zum Altonaer Gymnasium oder zur damaligen Stadtwache gehörte.

Prof. Dr. Rainer-Maria Weiss, Landesarchäologe der Freien und Hansestadt Hamburg und Direktor des Archäologischen Museums Hamburg: „Die Archäologen hoffen auf weitere aussagekräftige Funde. Es geht nicht nur um die Rekonstruktion der Vergangenheit, sondern auch darum, die kulturelle Identität des Stadtteils zu bewahren, den Bürgerinnen und Bürgern dieser Stadt ihr archäologisches Erbe ins Bewusstsein zu bringen und sie für einen sorgsamen Umgang mit diesem Erbe zu sensibilisieren. Die geplanten Neubauprojekte werden nicht nur die alte Mitte Altonas wieder mit Leben füllen, sondern auch bei vielen neuen Anwohnern ein Interesse an der spannenden Geschichte Ihres neuen Zuhauses wecken.“

Propst Dr. Karl-Heinrich Melzer, Ev.-Luth. Kirchenkreis Hamburg-West/Südholstein: „Die Grabungen sind nicht nur ein Blick in die Vergangenheit, sondern auch eine Vergewisserung für die Zukunft. Der ehemalige Friedhof und die Keller des „alten“ Altonas erzählen von einer kleinteilig-ortsgebundenen Sozialstruktur. Wir hoffen, dass wir mit einer behutsamen Bebauung, die sozial-verbindend ist, den historischen Bezügen gerecht werden. Die Funktionstrennung von Wohnen und Arbeiten, die durch die Nachkriegsprägung dieses Gebietes verloren gegangen ist, kann – zumindest teilweise – wieder aufgehoben werden.

Dr. Stefanie von Berg, Bezirksamtsleiterin Altona: „Das neue Trinitatis Quartier ist in vielerlei Hinsicht ein ganz besonderes Projekt. Hier entsteht einerseits ein soziales Quartier mit Pilgerherberge, Sozialwohnungen und auch einer Kita. Andererseits achten wir darauf, dass die Hauptkirche trotz des Neubaus von fünf Gebäuden weiterhin zur Geltung kommt. Hier wird Denkmalschutz mit moderner Architektur verbunden. Und mich persönlich freut sehr, dass die Neubauten Gründächer erhalten und wir so etwas für die Umwelt und das Klima tun.“

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