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Der Deckel kommt!

Visualisierung der Autobahn-Einfahrt in den überdeckelten Teil der A7 unter der Behringstraße
Visualisierung der Autobahn-Einfahrt in den überdeckelten Teil der A7 unter der Behringstraße Foto: BWVI
Othmarschen/Hamburg (21.09.2016, PM/MK) · Der Senat hat gestern den Ergänzungsbau für den A7-Deckel bis zur Beringstraße in Othmarschen beschlossen. Damit ist jetzt klar, dass der Autobahndeckel allen Hamburgern Lärmschutz bietet, die sich schon seit Jahrzehnten für den Deckel ausgesprochen hatten. Wer Lust hat, kann hier jetzt schon mal (virtuell) durch den im Bau befindlichen Tunnel fahren.
Wirtschaftssenator Frank Horch sagt: „Der Ausbau der A 7 mit Überdeckelung verschiedener Abschnitte zu einer leistungsstarken Nord-Süd-Verbindung ist für Hamburg als der zentrale Logistik-Knotenpunkt  Nordeuropas von großer Bedeutung. Wenn dabei die Anwohnerinnen und Anwohner im Bereich der Autobahn durch ein ausgeklügeltes Lärmschutzkonzept Lebensqualität gewinnen, kann man das Projekt nur als Paradebeispiel erfolgreicher  Verkehrsplanung bezeichnen.
Stadtenwicklungssenatorin Dr. Dorothee Stapelfeldt: „Der lange Deckel ist ein Gewinn für den Hamburger Westen und ein entscheidender Schritt für die Hamburger Stadtentwicklung insgesamt. Hier wachsen getrennte Stadtteile wieder zusammen, die Anwohner werden vom Lärm der Autobahn entlastet und es entstehen mehr als 3.200 neue Wohnungen sowie zahlreiche Parks und Kleingärten. Der Gewinn an Lebensqualität in Altona ist verbunden mit umfangreichem Wohnungsbau – und das ist ein Gewinn für ganz Hamburg.
Der SPD-Bundestagsabgeordnete aus dem „Elbvororte-Wahlkreis“, Dr. Matthias Bartke , freut sich für die Othmarscher: „Das beharrliche Engagement vieler hat sich gelohnt! Durch die lange
Variante des Autobahndeckels wird das zerschnittene Bahrenfeld wieder zusammenwachsen. Ich freue mich über diese kluge Entscheidung des Hamburger Senates."
Die Baumaßnahmen kommen gut voran und liegen im Zeitplan. Im Abschnitt Schnelsen hat Hamburg mit dem Bund vereinbart, ein Tunnelbauwerk zu errichten. Ziel ist es dadurch, die Trennwirkung der bestehenden Autobahn zu verringern. Hamburg trägt die Mehrkosten für den Tunnel, die sich gegenüber der Errichtung konventioneller Lärmschutzwände ergeben. Hamburg ist es mit den vereinbarten Raten im Projekt gelungen, das Kostenrisiko zu minimieren.
Im Abschnitt Altona muss der Bund als gesetzlich erforderlichen Lärmschutz einen 730 m langen Tunnel und eine 403 m lange Galerie errichten. Auf Basis einer Variantenuntersuchung hat sich Hamburg unter Abwägung aller Kriterien entschlossen, die Variante mit der Überdeckelung von 2.230 m vom Volkspark bis zur Behringstraße weiterzuverfolgen. Im Bereich der Autobahnmeisterei wird so aus der bisher geplanten Galerie ein Volldeckel. Großes städtebauliches Potential, besserer Immissionsschutz und positive Umweltaspekten haben den Ausschlag für die Wahl gegeben. Nach der Herstellung des Deckels in Altona werden auf dem Tunnel eine öffentliche Parkanlage und Kleingärten angelegt. Durch die Unterzeichnung des Letters of Intent im März 2016 hat sich Hamburg bereits zu diesem langen Deckel bekannt.
Ausgehend von den Erkenntnissen aus den Planungsabschnitten Schnelsen und Stellingen wurde der Vorentwurf für den langen Deckel aufgestellt. Hamburg beabsichtigt, hierfür 200 Mio. Euro bereitzustellen. Darin enthalten sind Bau- und Planungskosten für den längeren Tunnel, Ablösebeträge an den Bund, sowie Mittel für die Parkgestaltung.
Durch die Sicherstellung der Finanzierung kann die Planung in Altona zügig weiterbetrieben werden. Es wird derzeit von einem Baubeginn Ende 2019/Anfang 2020 ausgegangen. Die ist jedoch noch abhängig von der Sicherstellung des Baurechts mittels Planfeststellungsverfahren.
Der geplante Schallschutz verbessert die Lebensqualität der angrenzenden Stadtteile erheblich und durch die begrünten Deckel wird die Trennung der Stadtteile durch die Autobahnschneise  überwunden. Das ermöglicht es, die getrennten Teile historischer Parkanlagen beiderseits der Autobahn wie Bonnepark und Lutherpark in Altona wieder miteinander zu verbinden und neue Parkanlagen in den Stadtvierteln zu schaffen.
In den lärmberuhigten Bereichen beiderseits des Deckels und auf Flächen, die durch die Verlagerung von Freiflächennutzungen auf den Deckel frei gemacht werden, können nun neue Wohngebiete auf einer Fläche von rund 58 Hektar entstehen. Insgesamt sollen auf diesen Entwicklungsflächen, mehr als 3.200 Wohneinheiten geschaffen werden, davon mehr als 2.500 in Altona und 700 in Eimsbüttel.
Außerdem können auf den drei Deckeln Schnelsen, Stellingen und Altona rund 23 Hektar Grünflächen geschaffen werden. Durch den gewählten Bodenaufbau mit einer Schichthöhe von 1,20 Meter können Kleingärten von den Entwicklungsflächen ortsnah auf die Deckel verlagert werden. Für die Kleingärten, die nicht mehr auf die Deckel passen, werden zeitgerecht Ersatzflächen außerhalb der Deckel bereitgestellt, in Altona z.B. bereits im Kleingartenverein Diebsteich-Bornkamp.

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