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»Rekordpraktikanten« starten auf dem Dach

Matthias Alms erklärt Charly und Marvin, warum Dachpfannen auf dem Dach im Zickzack verlegt werden: Damit man so lange wie möglich auf die Latten treten kann.
Matthias Alms erklärt Charly und Marvin, warum Dachpfannen auf dem Dach im Zickzack verlegt werden: Damit man so lange wie möglich auf die Latten treten kann. Foto: Markus Krohn
Groß Flottbek/Rissen (1. August 2017, Markus Krohn) · Während die meisten ihrer Abiturienten-Kameraden noch schliefen, fanden sich „Charly“ Charlotte aus Flensburg und Marvin aus Fuhlsbüttel um halb Sieben heute Morgen in Rissen im Lager der Firma Isohaus Bedachungen ein, um ihr neues Team kennen zu lernen: Die Dachdecker aus Rissen gehen mit den beiden „Rekordpraktikanten“ heute und morgen auf's Dach eines Mehrfamilienhauses in Groß Flottbek – nicht nur, um das Dachdeckerhandwerk kennen zu lernen, sondern auch für das Handwerk auf Promotiontour zu gehen.

Praktika bieten Jugendlichen die ideale Gelegenheit, sich beruflich auszuprobieren, Erfahrungen zu sammeln und ungezwungen herauszufinden, wofür ihr Herz schlägt“, so Hans Peter Wollseifer, Präsident des Zentralverbands des Deutschen Handwerks. „Das haben auch unsere Betriebe erkannt. Der Praktikant von heute ist nicht selten der Auszubildende von morgen. Entsprechend groß war auch die Bereitschaft, Teil dieser Aktion zu werden, die Jugendliche dazu einladen soll, das Handwerk für sich zu entdecken.“ Auch Matthias Alms, Inhaber der Dachdeckerfirma Isohaus Bedachungen e.K. aus Rissen hat gute Erfahrungen mit Praktika gemacht und lud die beiden "Rekordpraktikanten" daher gerne zum Start der Praktikums-Deutschlandreise ein.
150 Tage lang touren Charlotte (19) und Marvin (18) nun durch Deutschland. Auf ihrem Handwerk-Roadtrip absolvieren sie insgesamt 44 Praktika und lernen so unterschiedliche Handwerksberufe in Rekordzeit kennen. Ihr Ziel: sich ausprobieren, das Handwerk erleben und die Vielfalt der Gewerke mit ihren Altersgenossen teilen. Die sind die ganze Zeit hautnah dabei. Charly und Marvin posten täglich auf ihrem gemeinsamen Facebook- und Instagram- Kanal und geben authentische Einblicke in die Welt des Handwerks. Als Repräsentanten ihrer Generation beantworten sie Fragen wie „Welche Handwerksberufe gibt es?“ oder „Wie sehen Praktika in den unterschiedlichen Berufen wirklich aus?“. Der Roadtrip soll auch anderen Jugendlichen in der Berufsorientierung wertvolle Hintergrundinfos und Einblicke geben.

Wie auf der Baustelle in der Baron-Voght-Straße packen sie direkt mit an und lernen, wie nachhaltige Isolation funktioniert oder auf dem Dach Energie gewonnen wird. Und welcher Beruf wartet als nächstes auf sie? Vielleicht Buchbinder/-in, Müller/-in, Bestatter/-in, Orgelbauer/-in, Büchsenmacher/-in oder Zerspanungsmechaniker/-in? Das ist eine Überraschung. Alle weiteren Stationen auf ihrem Roadtrip erfahren die beiden immer erst kurz vorher. Etwa alle drei Tage besuchen sie einen neuen Betrieb an einem anderen Ort – im eigens für die Aktion gestalteten „Praktikanten- Mobil“ von MAN.

Isohaus Azubi
Eike Rönn
(19), ist stolzer Auszubildender bei Matthias Alms und seit heute im zweiten Lehrjahr. Er hat es nicht bereut, die Ausbildung zum Dachdecker aufgenommen zu haben: „Der Arbeitsplatz auf dem Dach ist absolut cool. Und wir haben hier ein tolles Team!“, schwärmt er und führt die beiden Praktikanten auf’s Dach. Man muss sich daran gewöhnen, draußen zu arbeiten, meint er noch und erwähnt, dass man sich gut verletzen kann, wenn man nicht aufpasst. „Ich bin mal zwischen den Latten auf die Plane getreten. Da war keine Isolation drunter und ich bin auf die Latten geprallt“. Aber die Aussicht lohnt offenbar. Das meinen auch die beiden „Rekordpraktikanten“, und steigen wieder über’s Gerüst auf’s Dach. Bei dem Wetter… super!

www.handwerk.de
www.isohaus.de

Letzte Änderung amDienstag, 01 August 2017 12:32

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