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Offener Brief von Monika Lühmann

Blankenese (11. September 2017, PM) · Als Antwort auf den offenen Brief von Wolf-Dieter Hauenschild schrieb Monika Lühmann heute Mittag diese Antwort: Lieber Wolf-Dieter! Es ist für mich nicht verständlich, dass die Wahrnehmung eines demokratischen Instruments ein Missbrauch sein soll. Genau wie ich nicht verstehen kann, dass sogar die Verwaltung behauptet, ein Bürgerbegehren koste den Staat € 250.000,--.
Beides ist schlicht falsch.

Im Gegenteil, ein Missbrauch in unserem Fall ist, dass die politischen Parteien - allen voran die SPD - auf meiner Meinung nach ungesetzliche Weise versuchen, das Begehren zu behindern, ja zu verhindern, indem sie auf einem Flugblatt öffentlich dazu aufrufen, nicht zu unterschreiben und uns nicht zu unterstützen. Das ist ein Skandal!

Skandalös ist auch die Verdrehung von Tatsachen in Bezug auf die angeblich große Bürgerzustimmung. Mein lieber Mann Uwe ist sogar in Deine Sozietät gekommen, um mit rechtlicher Hilfe mehr Mitspracherecht bei der Gestaltung des Ortskernes zu erkämpfen. Ihr habt ihm die Hilfe verweigert, weil seine Meinung nicht der Euren entsprach und entspricht. Das ist legitim.

Ebenfalls legitim ist, dass Du als ehemaliger Kirchenvorstand von einem großen, freien, modernen Platz träumst, der auch den Kirchplatz mit einschließt. Verzeih, dass ich anderer Meinung bin.
Für mich ist dieser Kirchplatz, so wie er ist, schön und passend und muss nicht - genau wie der Marktplatz selbst - mit erheblichen Geldern im wahrsten Sinne des Wortes platt gemacht werden.
Als Kirchenmitglied und auch als Mitglied des kirchlichen Fördervereins finde ich eine solche Maßnahme in der heutigen Zeit unverantwortlich. Ich kann überhaupt nicht verstehen, dass die kirchlichen Institutionen sich derart vehement dafür einsetzen - angeblich um Veranstaltungen auf den Mühlenberger Weg und den Markt ausdehnen zu können.

Brot und Spiele für das Volk möglich zu machen, ist offensichtlich ein wesentlicher Bestandteil Eurer Planung. Seid Ihr sicher, dass die Blankeneser das in diesem Rahmen auch wollen? Wir nicht.
Wir möchten den dörflichen Charakter unseres Ortes erhalten und machen deshalb eine Umfrage in Form eines Bürgerbegehrens gegen den Widerstand von Verwaltung, Parteien, Kirche und einigen Blankeneser Vereinsvorsitzenden, die ihre Mitglieder nicht gefragt haben.

Lieber Wolf-Dieter, unsere Freundschaft wird diesen Konflikt überstehen und Du hast Recht: der Dialog muss weiter gehen. Nicht wir haben ihn abgebrochen sondern die Verwaltung meinte das in der Hitze des Gefechts tun zu müssen.
Schade.

Deine Monika

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Zur Antwort auf die Antwort von Monika Lühmann

Letzte Änderung amWednesday, 20 September 2017 17:51

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