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CDU: Marcus Weinberg im Interview

Marcus Weinberg vertritt den Hamburger Westen für die CDU seit Jahrzehnten. Kann er seine Wähler in diesem Jahr wieder überzeugen?
Marcus Weinberg vertritt den Hamburger Westen für die CDU seit Jahrzehnten. Kann er seine Wähler in diesem Jahr wieder überzeugen? Foto: PR

Mögen Sie sich bitte kurz selbst vorstellen? Werdegang, Hobbys, Politische Vorlieben?
Am 4. Juni 1967, also im Umfeld der wilden Zeiten der Studentenunruhen, wurde ich in Hamburg geboren und lebe seitdem ununterbrochen im schönsten Bezirk der Stadt, also in Altona. Abitur, die vierjährige Bundeswehrzeit, das Studium der Fächer Geschichte, Politik und Erziehungswissenschaft und die Lehrertätigkeit absolvierte ich alles in unserer Heimatstadt Hamburg. Heute lebe ich in Bahrenfeld. Als Hamburger muss man fußballverliebt sein. Der liebe Herrgott hat mir 1975 die aktive Mitgliedschaft beim FC St. Pauli zugewiesen. Heute bin ich weiterhin Fan und neuerdings auch Mitglied bei Altona 93. Früh war ich politisch aktiv, zuerst als Bezirksabgeordneter in Altona, später in der Hamburgischen Bürgerschaft und nun seit 2005 im Deutschen Bundestag. Neben meinen politischen Ämtern bin ich auch der Kapitän des FC Bundestag, der Mannschaft der Parlamentarier des Bundestages.

Web:
Persönliche Website
Bundestag
Wikipedia

Für welches politische Thema sind Sie persönlich Spezialist/in und welches Ziel haben Sie dabei?
Als familienpolitischer Sprecher der CDU/CSU Fraktion im Bundestag dreht sich bei mir alles um den Bereich Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Mancher sagt auch gerne: „Alles von der Wiege bis zur Bahre“. Darunter fallen dementsprechend ganz verschiedene Themenbereiche, wie beispielsweise der Ausbau der Kindertagesbetreuung oder des Elterngeldes, aber auch das Mutterschutzgesetz, der Bundesfreiwilligendienst oder die Jugendmigrationsdienste.

Für welches Thema lohnt es sich für Sie am meisten zu streiten und warum?
Es lohnt sich immer, für die Demokratie, Toleranz und Rechtsstaatlichkeit zu streiten. Schon Winston Churchill sagte einst, „Die Demokratie ist die schlechteste aller Staatsformen, ausgenommen alle anderen“. Die Demokratie ist unser höchstes Gut, deshalb ist sie es immer wert, für sie zu streiten.
 
Mit welchen/welcher Mitbewerberpartei würden Sie keinesfalls koalieren und warum?
Die CDU steht für ein christliches Menschenbild, für die soziale Marktwirtschaft und die europäische Integration. Diese Markenkerne teilt die AfD nicht. Sie polarisiert, wo wie den Ausgleich brauchen und radikalisiert in populistischer Form, wo wir ernsthafte Debatten über die Zukunft Deutschlands und Europas brauchen. Also kann es nur heißen: klare Kante, eine Koalition mit der AfD wird es nicht geben!
 
Mit wem würden Sie gerne mal zum Abendessen gehen?
Wenn ich die freie Wahl, auch unter nicht mehr lebenden Personen, hätte, dann wäre das ein gemeinsames Abendessen mit Helmut Schmidt und Konrad Adenauer. Da ich mit Helmut Kohl schon einmal im Fischereihafenrestaurant zu Abend essen durfte, hätte ich dann die drei großen ehemaligen Kanzler auf diese Weise kennen gelernt. Und Angela Merkel würde bestimmt auch noch gerne dazu kommen…
 
Stellen Sie sich vor, Sie starten eine Kreuzfahrt auf der Elbe – wohin würde die Reise gehen?
Zunächst von Hamburg nach Altona! Das Schöne an der Elbe ist, dass sie für einen Hamburger wie mich sowohl flussab- wie auch aufwärts großartige Reiseziele bereithält. Dresden, die Hauptstadt Sachsens ist wegen seiner Geschichte und seiner Architektur immer eine Reise wert. Aber man kann auch in die große weite Welt, über die Nordsee zum Beispiel nach Island. Ein Land, das mich aufgrund seiner einzigartigen Naturschauspiele schon immer sehr fasziniert hat…
 
Warum muss man Ihre PARTEI wählen?
Niemand „muss“ die CDU wählen, obwohl ich mich natürlich über jede Stimme freue. Wichtig ist mir, dass man überhaupt sein Wahlrecht wahrnimmt. Wer allerdings Angela Merkel als Bundeskanzlerin schätzt und sich Wohlstand und Sicherheit wünscht, der sollte sein Kreuz bei der CDU machen. Denn wir stehen in diesen bewegten Zeiten für das, was gerade heute für uns und unser Land notwendig ist: Sicherheit, Wohlstand, Stabilität, Humanismus und Rechtsstaatlichkeit gleichermaßen mit einem klaren Wertekompass für Deutschland und Europa.
 
Warum muss man SIE als Person wählen?
Es „muss“ auch niemand mich als Person wählen, obwohl ich natürlich um jede Stimme werbe, denn ich will unseren Wahlkreis direkt gewinnen. Den Beweis einer guten Leistungsbilanz für Hamburg und Altona habe ich in der Vergangenheit erbracht, jetzt werbe ich auch um Vertrauen für die nächsten vier Jahre. Ich gestalte eine generationengerechte Politik, gerade auch im Sinne der jungen Generation. Wer echte Wahlfreiheit möchte und sich eine moderne Familienpolitik wünscht, die die Eigenverantwortlichkeit der Eltern schützt und unterstützt, sollte mich wählen.
 
Was halten Sie vom Wahlrecht zum Bundestag mit 16 Jahren und warum?
Davon halte ich ehrlicherweise nicht viel. Das Zivilrecht und auch das Strafrecht übertragen aus gutem Grund jungen Menschen erst mit 18 Jahren die volle Verantwortung für ihr Handeln. Das bedeutet, dass man erst mit 18 alle Rechte und Pflichten eines Erwachsenen hat und für sein Handeln selbst verantwortlich ist. Die Altersgrenze von 18 Jahren ist deshalb nicht willkürlich gewählt und hat seine Berechtigung. Die stärkere Politisierung und Partizipation von Jugendlichen muss auf anderen Wegen – zum Beispiel in der Schule – entwickelt werden. 
 
Was möchten Sie für die Menschen des Bezirks Altona in Berlin erreichen?
Ich werde mich auch zukünftig für die Unterstützung des Bundes bei Projekten hier in Hamburg und Altona einsetzen. Alle Bundesprogramme wie Kita-Plus oder der Ausbau des Freiwilligendienstes finden auch in Hamburg und Altona große Resonanz. Als familienpolitischer Sprecher bleiben Augenmerk und Herz weiterhin besonders auf der Situation der Familien, Jugendlichen, Kinder und Senioren in Deutschland gerichtet.
 
Welche drei Themen werden nach Ihrer Meinung die kommende Legislaturperiode des Bundestages bestimmen?
Das Thema Sicherheit – in allen Facetten. Damit meine ich sowohl die innere Sicherheit, die äußere Sicherheit als auch die soziale Sicherheit. Wir brauchen mehr Polizisten, eine stärkere Unterstützung unserer Streitkräfte, aber auch die Stärkung der sozialen Sicherheit, insbesondere was die Lebenssituation von Familien angeht. Aus Abstiegsängsten müssen Aufstiegschancen werden.
 
Welche persönliche Botschaft haben Sie an die Wähler im Bezirk Altona?
Ich bin in Altona geboren, aufgewachsen und lebe mit meiner Familie hier. Ich bin glücklich in Altona und fühle mich hier, genauso wie in Deutschland und in Europa, wohl. Ich will unsere Altonaer Offenheit und Toleranz und unsere Rechtsstaatlichkeit in Deutschland gestärkt sehen. Stärken Sie unsere Demokratie durch ein starkes Altonaer Votum! Gehen Sie wählen!
 
Welche Themen liegen Ihnen für die kommende Legislaturperiode am Herzen?
Für mich persönlich sind das vor allem die familienpolitischen Themen. Die Erhöhung des Kindergeldes und der Kinderfreibeträge auf das Niveau der Grundfreibeträge für Erwachsene. Der Rechtsanspruch auf eine Betreuung der Kinder im Grundschulalter. Das Baukindergeld. Für Familien wird es in der kommenden Legislaturperiode viele Verbesserungen geben, die ich mit Herz und Verstand vorantreiben werde.
 
Welches Ereignis oder Erleben hat sie dazu bewogen in die Politik zu gehen?
Insbesondere der Wunsch nach der Wiedervereinigung und der Kampf gegen totalitäre Regime, wie im Osten Europas, waren wichtige politische Ziele. Neben frühen Klassensprecherfunktionen war ich in der Jungen Union aktiv, mit denen ich 1986 nach Berlin gefahren bin, um gegen die Mauer zu demonstrieren. Ich erinnere mich noch gut, wie wir in Berlin vor der Mauer standen und gerufen haben: „Die Mauer muss weg!“ Gott sei Dank kam das auch, wenn auch ein bisschen später…
 
Welches Wahlziel setzen Sie sich?
Ich wünsche mir, dass unsere gute Politik fortgesetzt wird und Angela Merkel Bundeskanzlerin bleibt. Mein persönliches Ziel ist es, meinen Wahlkreis direkt zu gewinnen.
 
Wenn Sie nicht in den Bundestag gewählt werden – machen Sie dann weiter Politik und wenn ja: wo?
Ich bin ein politischer Mensch. Auch ohne Amt auf Bundes- oder Landesebene kann man Politik machen, die die Lebensumstände der Menschen verbessert. Sollte ich nicht in den Bundestag gewählt werden, können Sie sicher sein, dass ich mich trotzdem weiter für die Ziele der Union einsetzen werde.
 
Wie werden Sie als gewähltes Bundestagsmitglied Ihren Wahlkreis vertreten?
Mit Herz, Augenmaß, Verstand und einem offenen Ohr.
 
Wo treffen Sie Ihre Wähler während des Wahlkampfes?
Überall! Persönlich treffen mich meine Wähler bei meinen Infoständen, Frühverteilungen an den Bahnhöfen oder Hausbesuchen, die die ganze Zeit über Altona verteilt stattfinden. Es gibt eine Reihe guter Veranstaltungen, so kommen u.a. Jens Spahn, Annegret Kramp-Karrenbauer oder Peter Altmaier nach Altona. Und treffen kann man mich auch digital, zum Beispiel bei Facebook oder Twitter.

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