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BI "Elbstrandweg für alle!" fordert größeren Elbstrand

So wirbt "Elbstrand für alle!"
So wirbt "Elbstrand für alle!" Foto: BI "Elbstrand für alle!"
Elbvororte (31.08.2017, PM) Die "Bürgerinitiative Elbstrandweg für alle!" erläuterte in einer Pressemitteilung noch einmal ihren Vorschlag, den Strand deutlich zu verbreitern, um einen Strandweg für alle am Oevelgönner Strand zu ermöglichen, ohne Strandnutzer einzuschränken.
Das Konzept der Bürgerinitiative “Elbstrandweg für alle!” besteht aus fünf Punkten:
  • Ein 3 Meter breiter Holzbohlenweg - überwiegend direkt an der Mauer - statt des 6 Meter breiten Bezirksamt-Betonwegs
  • Die Fußgänger haben immer Vorrang vor den Radfahrern
  • Eine Stranderweiterung, um die Fläche des neuen Wegs zu kompensieren
  • Querstacks statt Längsstacks für besseren Hochwasserschutz und durchgehenden Zugang zur Elbe
  • Mehr Sitzplätze an der Strandperle
Die Aktion „Hier könnte Strand sein” der Initiative mit Badehandtüchern, Sonnenschirmen und Ballspielen auf der bis zu 10 Meter breiten Steinschüttung verdeutlichten den Platzverbrauch, den die Schlackesteine aus der Hamburger Kupferproduktion am Strand zwischen Museumshafen und Strandperle einnehmen. „Durch die Umgestaltung der Uferbefestigung wird der Strand deutlich größer” sagt Vertrauensfrau Samina Mir. “Es wird mehr Platz für alle geben, der Blick
zum Hafen wird frei und wir werden wieder durchgehend Zugang zum Wasser erhalten,” so Mir. „Gleichzeitig können wir mit dem barrierefreien Elbstrandweg den Strand für alle Menschen öffnen. Auch Mobilitätseingeschränkte können so am Strandleben teilhaben.

Politiker aller Parteien gehen jetzt auf Wählerfang mit der Initiative gegen einen Weg, zuletzt der Bundestagsabgeordnete Dr. Matthias Bartke, der seine Entscheidung mit den angeblich schwierigen Eigentumsverhältnissen begründete. Dabei gibt es bereits jetzt zahlreiche Varianten für einen Weg entlang der Mauer ohne private Flurstücke zu tangieren. Die Aussage der Anti-Weg-Initiative „Ein Holzweg an der Mauer ist schön, geht aber nicht. Enteignungsverfahren mit wenig Aussichten auf Erfolg wären nötig.” entspricht nicht den Fakten. Lediglich auf 50 von 900 Metern Länge müsste der Weg verschwenken und etwa 12 Meter von der Mauer abrücken. Auf 100 Metern beträgt der Abstand 3 bis 7 Meter. Enteignungen sind somit keinesfalls erforderlich.

Die vorhandenen Längsstacks, die aus Schlackesteinen aus der Kupferproduktion bestehen, sollen durch Querstacks ersetzt werden. Durch die Wiederverwendung fallen keine hohen Entsorgungskosten an. Derzeit ist der Strand auf einer Länge von 410 Metern zerschnitten. Ein direkter Zugang zum Wasser ist dort nicht möglich. Stacks sind zum Uferschutz erforderlich. Querstacks, wie es sie auch in Rissen und Blankenese gibt, haben Vorteile für die Strandnutzung und den Lebensraum der Unterelbe. Bereits im Jahr 2010 wurden im Rahmen von Natura 2000 vorgeschlagen die Längsstacks in Othmarschen und Blankenese als Naturschutzmaßnahme zu entfernen.

Initiativensprecher Hans-Jörg Rüstemeier erklärt zum Hintergrund des Konzepts: „Wir haben konsequent weitergedacht, wie sich dieser einzigartige Ort noch verschönern lässt, ohne ihm seinen Charme zu nehmen. Mit dem Elbstrandweg wird der vorhandene 410 Meter lange Plattenweg parallel zu den Schlackesteinen obsolet. Dieser Weg kann zu Gunsten eines attraktiven Holzbohlenwegs entlang der Mauer zurückgebaut werden. Wir haben sowohl die derzeitigen Nutzergruppen im Blick als auch die bisher ausgegrenzten. Die Verbesserungsvorschläge beruhen auf der Beobachtung von Nutzergewohnheiten. Mit unserem Konzept ist erstmalig ein Weg möglich, ohne die Nutzung des Strands zu beschneiden. Die Stranderweiterung schafft deutlich mehr neue Strandfläche, als durch den Bau des Wegs in Anspruch genommen wird. Wir schlagen ein rundes und stimmiges Gesamtkonzept vor, das allen zugute kommt - sind aber gegen eine Edelsanierung!

Eine Führung des Wegs an der Mauer ist mit wenigen Ausnahmen durchgehend möglich. Um einzelne Privatgrundstücke kann der Weg auch einen Verschwenk machen. Dort sind unterschiedliche Arten des Verschwenks denkbar. Der Weg kann mit engen Kurven, die auch der Entschleunigung dienen, wirklich nah entlang der Mauer geführt werden. An der Strandperle können Bodenschwellen im Weg eingebaut werden, die den Bereich kennzeichnen, wo eventuell geschoben werden muss, wenn es etwa an einem sonnigen Nachmittag einmal richtig voll ist.    

Die Initiative Elbstrandweg für alle! setzt sich seit 8. April für eine Lösung in Oevelgönne ein. Von Anfang an hat sich die Initiative für einen Elbstrandweg für alle eingesetzt und damit deutlich von den Plänen des Bezirksamts, das einen Radweg geplant hatte, distanziert. Auch die Vorschläge zur Umgestaltung des Strands durch Entfernung von Schlackesteinen sind nicht neu.

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